Heilung durch Trance
Als Hypnose bezeichnet man das Verfahren zum Erreichen einer hypnotischen Trance.
Der Hypnotherapeut hilft dem Klienten, in diese Trance zu gelangen und diesen Zustand für die Veränderungsarbeit zu nutzen.
Denn in der Trance tritt die vom Bewusstsein des Klienten ausgeübte Kontrolle und das damit zusammenhängende analytische Denken in den Hintergrund. Das Bewusstsein verliert also seine beherrschende Stellung. Das Unbewusste tritt dafür in den Vordergrund und wird so für den Hypnotherapeuten durch Suggestionen direkt ansprechbar.
Suggestionen sind verbale Anweisungen, durch die der Klient kreative Veränderungen erfährt und neue Ideen und Lösungsmöglichkeiten für seine Probleme entwickelt. Die Kontrolle darüber, welche Veränderungen und Ideen er annimmt und wie er sie nutzt, bleibt dabei vollkommen bei dem Klienten.
Das Unbewusste birgt ein Quell an ungenutzten Ressourcen und unentdeckter Kreativität. Die Frage, wie stark jemand hypnotisierbar ist und durch Suggestion und Trance diese Ressourcen aktivieren kann, spielt eine zentrale Rolle.
Denn von Mensch zu Mensch bestehen im Grad der erreichten Trance-Tiefe Unterschiede. Viele Menschen bringen zunächst eine natürliche Skepsis mit und haben eine unnötige Angst vor Kontrollverlusten. Andere dagegen können sich von ihrem Naturell her sehr schnell in die hypnotische Trance fallen lassen. Doch das Zulassen einer tiefen Trance ist in der Regel erlernbar.
Voraussetzung für das Gelingen der Hypnotherapie ist allerdings der Aufbau einer vertrauensvollen Beziehung zwischen Klient und Hypnotherapeuten.
Bereits wenige Sitzungen können deutliche Veränderungen bewirken. Hypnose wird unter anderem zur Behandlung von Depressionen, Suchtkrankheiten, zur Steigerung des Selbstwertgefühls, zum Stressabbau oder bei Schlafstörungen eingesetzt. Auch bei der Behandlung von chronischen Schmerzen sind Erfolge nachgewiesen.
Der Einsatz von Hypnose in der Hypnotherapie ist wissenschaftlich und klinisch anerkannt.
(§11 PsychThG)